Zahnregulierung

Die Kieferorthopädie ist ein Spezialgebiet der Zahnheilkunde. Ziel dieses Bereiches ist es, durch Fehlentwicklungen oder Krankheiten verursachte Fehlstellungen der Zähne und des Kieferknochenapparates sowohl in ästhetischer als auch in funktioneller Hinsicht zu korrigieren. Einst wurde dies mit Hilfe einer tagsüber herausnehmbaren Zahnspange in ziemlich zeitaufwendiger Weise vorgenommen; heutzutage jedoch wird eine Zahnregulierung fast ausschließlich durch geklebte, fest verankerte Apparate erreicht. Die Eingriffe des Kieferorthopäden sind übrigens nicht schmerzhaft.

Kieferorthopädie und Zahnregulierung spielen in der modernen Zahnmedizin eine immer gewichtigere Rolle.

Über eine Zahnregulierung von noch in der Entwicklung stehenden Zähnen im Kindesalter hinaus zeichnet sich immer deutlicher ab, dass in der Parodontologie, in der Implantologie sowie auch in der ästhetischen Zahnmedizin für ein befriedigendes Ergebnis oft auch die Zahnspange als Mittel der Zahnregulierung zum Einsatz kommen muss.

Entgegen der weitverbreiteten Meinung ist heutzutage das Alter des Patienten kein Hindernis für kieferorthopädische Maßnahmen (Zahnspange/Zahnregulierung...) Die Behandlungen können in jedem Alter vorgenommen werden. Viele Patienten schrecken vor den "hässlichen" Metallapparaten im Mund zurück. Aber auch jene können wir beruhigen, da heutzutage auch ästhetische Zahnspangen in "Zahnfarben" zur Verfügung stehen.

Unser Team wird im Bereich Kieferorthopädie durch Herrn Univ. OA Dr. András Kocsis als Gastmediziner unterstützt. Unsere Kollegin Frau Dr. Bernadett Rácz nimmt derzeit an einer zweijährigen amerikanischen kieferorthopädischen Ausbildung teil. (www.posortho.com).

 

Häufige Fragen zum Thema "Zahnspange, Zahnregulierung"


Frage:
Ich bin 50 Jahre alt und meine Zähne stehen schief. Lässt sich die Fehlstellung auch in meinem Alter noch korrigieren?

Antwort:
Selbstverständlich, da für eine kieferorthopädische Behandlung das Alter kein Hindernis darstellt. Man kann so lange Zahnregulierungen mit Hilfe einer Zahnspange oder anderen Maßnahmen vornehmen, solange Zähne vorhanden sind -  natürlich immer eine entsprechende Mundhygiene vorausgesetzt.


Frage: 
Ich leide an einer Zahnbetterkrankung, in deren Folge eine Fehlstellung meiner Zähne zustande gekommen ist. Kann auch ich eine Zahnspange bekommen?

Antwort:
Heutzutage ist dies der Bereich der Kieferorthopädie, der sich am dynamischsten entwickelt. Die Behandlung im Team durch die Ärzte der verschiedenen Disziplinen bringt die effektivsten Ergebnisse. Ganz vorsichtig – unter ständiger Kontrolle der Mundhygiene – lassen sich die Ausgangspositionen der in einer Fehlstellung befindlichen Zähne mit einer kieferorthopädischen Behandlung wieder erreichen, wodurch auch die ausgefallene Kaufunktion wieder hergestellt werden kann. Diese kieferorthopädischen Maßnahmen (Zahnregulierung, Zahnspange usw.) werden sehr oft unter gemeinsamer Aufsicht und Mitwirkung des Implantologen, des Prothetikers und des Parodontologen  durchgeführt.
 

Frage:
Ich habe gehört, dass auch Implantate zur Zahnregulierung herangezogen werden. Wie funktioniert so etwas?

Antwort:
Es gibt speziell für die Zahnregulierung entwickelte Implantate, die provisorisch in den Kieferknochen des Patienten eingesetzt, aber am Ende der Behandlung wieder entfernt werden. Das kann die Behandlungszeit erheblich verkürzen, oder in einigen Fällen eine Behandlung erst ermöglichen. Eine andere Gruppe stellen jene Implantate dar, die nach ihrem Einsetzen als Halteelement für die kieferorthopädische Behandlung dienen. Nach Abschluss der Behandlung werden auf diese die endgültigen Rekonstruktionen aufgebaut. (Auch das ist Teamarbeit und verlangt eine gründliche Analyse, sowie eine präzise Ausführung)